Schenkelhalsfraktur bei verschiedenen Altersgruppen

Schenkelhalsfrakturen sind Knochenbrüche, die bei verschiedenen Altersgruppen und in unterschiedlichen Situationen vorkommen können. Bei jüngeren Patienten entstehen sie häufig durch Hochenergieverletzungen wie Verkehrsunfälle oder Stürze aus grosser Höhe. Bei älteren Patienten, insbesondere bei solchen mit Osteoporose, können Schenkelhalsbrüche jedoch schon durch kleinere Unfälle wie häusliche Stürze ausgelöst werden.

Anatomisch gesehen lassen sich Schenkelhalsfrakturen in mediale und laterale Frakturen einteilen. Mediale Schenkelhalsbrüche treten innerhalb der Gelenkskapsel auf, während laterale Schenkelhalsbrüche ausserhalb der Gelenkskapsel zu finden sind. Die Verschiebung der Fraktur, auch Dislokation genannt, beeinflusst die Durchblutung des Femurkopfes und kann somit das Risiko für eine Femurkopfnekrose, das Absterben des Femurkopfes, erhöhen.

Die Neigung der Bruchebene spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Heilungsaussichten: Eine steile Neigung kann das Risiko für eine Pseudarthrose, also das Nicht-Heilen der Fraktur, erhöhen. Bei älteren Patienten ist eine Schenkelhalsfraktur eine besonders ernstzunehmende Verletzung, da sie lebensbedrohliche Folgen haben kann. Die Sterblichkeit innerhalb eines Jahres liegt bei dieser Patientengruppe bei etwa 25%.

Schenkelhalsfrakturen sind ernste Verletzungen, die bei verschiedenen Altersgruppen und unter unterschiedlichen Umständen auftreten können. Die Frakturart, Dislokation und Bruchebenen-Neigung beeinflussen die Heilungschancen und möglichen Komplikationen. Bei älteren Patienten ist besondere Vorsicht geboten, da eine Schenkelhalsfraktur lebensbedrohliche Folgen haben kann.

Patientenfälle am Trauma Zentrum Hirslanden

AC-Gelenksluxation: Schultereckgelenk-Verletzung und Behandlungsmethoden

Das Schultereckgelenk, auch AC-Gelenk (Akromioklavikulargelenk) genannt, ist eine wichtige Verbindung zwischen dem Schulterdach (Akromion) und dem Schlüsselbein (Clavicula). Bei Sportarten wie Mountainbiken oder Skifahren besteht bei Stürzen das Risiko einer ...

Wirbelbruch (Fraktur) nach Unfall oder bei Osteoporose

Die menschliche Wirbelsäule ist ein komplexes, funktionelles und elastisches System, das aus insgesamt 33 Wirbeln besteht. Diese gliedern sich in sieben Halswirbel, zwölf Brustwirbel, fünf Lendenwirbel, fünf Kreuzbeinwirbel und vier ...

Swiss Orthogeriatrics Day 2018 – Prof. Dr. med. Marius J.B. Keel präsentiert

Entdecken Sie die Expertise von Prof. Dr. med. Marius J.B. Keel, dem renommierten Spezialisten für Wirbelsäulenchirurgie, Becken- und Hüftchirurgie, Unfallchirurgie und Gelenkchirurgie. Erfahren Sie mehr über seine Perspektiven auf aktuelle ...

Häufige Unfälle und Verletzungen des Kniegelenks

Aufgrund seiner zentralen Funktion und Belastung ist das Kniegelenk besonders anfällig für Verletzungen und Unfälle. Im Bereich der Traumatologie zählen Kniegelenkverletzungen zu den häufigsten Beschwerden. Diese Verletzungen können akut, chronisch ...

Trochanter major Frakturen (bei Hüftprothese)

Eine Trochanter-Fraktur ist eine Verletzung in der Hüftregion, die verschiedene Frakturmuster aufweisen kann. Die Trochanterregion umfasst den grossen Rollhügel (Trochanter major), den kleinen Rollhügel (Trochanter minor) und den Bereich dazwischen. ...

Wirbelsäulenkorrektur – Pedikelsubtraktionsosteotomie zur Korrektur rigider Deformitäten

Nach 15 qualvollen Jahren im Rollstuhl erwog Hans W. den Freitod. Für den 65-Jährigen war Sitzen oder Liegen nur im 90-Grad-Winkel möglich. In einer beeindruckenden Operation richteten Spezialisten ihn wieder ...