Knöchelbruch (Sprunggelenk)

Ein Knöchelbruch, auch bekannt als Sprunggelenkfraktur, ist eine Verletzung, bei der der Aussenknöchel, der Innenknöchel oder beide Knöchel betroffen sein können. Diese Art von Verletzung entsteht häufig durch Umknicken im Sprunggelenk, zum Beispiel beim Sturz über Stufen oder beim Sport.

Um die korrekte Funktion des Sprunggelenks wiederherzustellen, ist es entscheidend, die anatomische Stellung des Gelenks zu rekonstruieren. Dabei wird der Aussenknöchel mit einer Platte und Schrauben fixiert, während der Innenknöchel durch Schrauben stabilisiert wird.

In Fällen, in denen das Syndesmosenband – das Verbindungsband zwischen Schien- und Wadenbein – gerissen ist, muss der Abstand zwischen den beiden Knochen mit einer zusätzlichen Schraube korrigiert werden. Bei unverschobenen Knöchelbrüchen ist eine Operation nicht zwingend erforderlich; hier kann stattdessen eine Gipsruhigstellung zur Behandlung eingesetzt werden.

Die Rehabilitation nach einem Knöchelbruch ist von entscheidender Bedeutung für eine erfolgreiche Genesung. Physiotherapie und gezielte Übungen helfen dabei, die Beweglichkeit des Gelenks wiederherzustellen und die Muskulatur zu kräftigen. Während der Heilungsphase ist es wichtig, den Anweisungen des behandelnden Arztes zu folgen und gegebenenfalls eine angepasste Belastung des betroffenen Gelenks sicherzustellen.

Insgesamt ist ein Knöchelbruch eine ernsthafte Verletzung, die eine angemessene Behandlung und Rehabilitation erfordert. Durch die richtige Therapie und konsequente Nachsorge können jedoch langfristige Folgen minimiert und eine vollständige Wiederherstellung der Funktion des Sprunggelenks erreicht werden.

Patientenfälle am Trauma Zentrum Hirslanden

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