Periprothetische Femurfraktur (Oberschenkelfraktur)

Periprothetische Oberschenkelfrakturen sind Knochenbrüche, die in Zusammenhang mit Hüft- oder Knieprothesen auftreten können. Sie entstehen entweder intraoperativ während der Operation oder zu einem späteren Zeitpunkt, beispielsweise nach einem Sturz. Intraoperative Frakturen treten häufig beim Aufraspeln des Markraums oder beim Einschlagen des Prothesenschaftes auf, wobei Brüche des Trochanter majors oder an der inneren Knochenrinde zum Trochanter minor beobachtet werden können.

Bei einer liegenden Prothese lassen sich drei Haupttypen von periprothetischen Femurfrakturen unterscheiden:

Typ A – Frakturen des Trochanter major oder minor

Diese Frakturen betreffen den grossen oder kleinen Rollhügel am Oberschenkelknochen, welche für die Muskelansätze wichtig sind.

Typ B – Frakturen entlang des Prothesenschaftes

Hierbei spielt die Stabilität der Prothese im Knochen sowie die Knochenqualität eine entscheidende Rolle. Es wird unterschieden, ob die Prothese stabil verankert ist oder nicht.

Typ C – Frakturen unterhalb der Prothesenspitze

Diese Frakturen treten unterhalb des Endes der Prothese auf und können ebenfalls unterschiedliche Auswirkungen auf die Stabilität der Prothese haben.

Eine frühzeitige Diagnose und eine adäquate Behandlung periprothetischer Oberschenkelfrakturen sind entscheidend, um die Funktionalität der Prothese zu erhalten und mögliche Komplikationen zu vermeiden. Die Behandlungsmöglichkeiten variieren je nach Frakturtyp und Stabilität der Prothese und reichen von konservativen Massnahmen bis hin zu chirurgischen Eingriffen.

Patientenfälle am Trauma Zentrum Hirslanden

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