Hüftprothese – künstliches Hüftgelenk

Die Hüftprothese ist ein wirksames Mittel zur Behandlung von schmerzhafter Hüftarthrose und zählt zu den erfolgreichsten Operationen in der Orthopädie. Bei ausgeprägtem Leidensdruck, eingeschränkter Beweglichkeit und Beeinträchtigung der Lebensqualität kann die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks in Erwägung gezogen werden. Diese Routineoperation ermöglicht eine weitgehend schmerzfreie Wiederherstellung der ursprünglichen Mechanik des Hüftgelenks, sodass sich das künstliche Gelenk für den Patienten ähnlich anfühlt wie ein natürliches Gelenk.

Hüftarthrose – die häufigste Erkrankung des Hüftgelenks

Arthrose ist die häufigste Erkrankung des Hüftgelenks und zeichnet sich durch den Verschleiss des schützenden Knorpelüberzugs von Hüftkopf und Hüftpfanne aus. Dies führt zu Entzündungen und Schmerzen sowie zum Verlust der Passform des Gelenks. Hüftarthrose kann bereits zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auftreten, tritt aber meist erst im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf. Die Ursachen können vielfältig sein, wobei heute eine ungünstige Form von Hüftkopf und Hüftpfanne, starke Belastungen, Unfälle und andere Erkrankungen als Risikofaktoren anerkannt sind.

Operative Behandlung – die Hüfttotalprothese

Bei hohem Leidensdruck und starker Beeinträchtigung der Lebensqualität kann der Einsatz einer Hüfttotalprothese in Betracht gezogen werden. Im Zuge dieser Operation werden der erkrankte Hüftkopf und ein Teil des Oberschenkelhalses entfernt und durch eine künstliche Hüftpfanne sowie einen Prothesenschaft und -kopf ersetzt. Um eine stabile Prothese mit korrekter Beinlänge und Muskelspannung zu gewährleisten, werden Grösse und Position der Prothesenkomponenten individuell anhand von Röntgenbildern vor der Operation festgelegt.

Minimalinvasive Zugänge – schonend für den Patienten

Bei der Implantation von Hüftprothesen hat sich in den letzten Jahren der vordere minimalinvasive Zugang als bevorzugte Methode etabliert. Dieser innovative Ansatz ist besonders schonend für das umliegende Gewebe und reduziert das Risiko von Muskelschäden. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Vorteile dieser Methode und warum sie heute so häufig angewendet wird. Ein zentraler Aspekt moderner minimalinvasiver Operationstechniken ist die Schonung des Weichteilgewebes. Bei vielen Eingriffen reicht ein kurzer Hautschnitt von weniger als 10 Zentimetern, um den erforderlichen Zugang zum Operationsgebiet zu ermöglichen.

Nachbehandlung und Rehabilitation nach Hüftprothesen-Operation

Schon am Operationstag beginnt die Rehabilitation nach der Hüftprothesen-Implantation, indem der Patient unter physiotherapeutischer Anleitung mit Gehstützen erste Schritte unternimmt. Die Entlassung aus der Klinik erfolgt in der Regel nach 2 bis 4 Tagen, wobei sich der Trend zu verkürzten Liegezeiten voraussichtlich fortsetzen wird.

Dank moderner minimalinvasiver Operationstechniken ist die Nutzung von Gehstützen meist nur noch für einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen erforderlich. In den ersten Wochen nach der Hüftprothesen-Operation sollten dennoch bestimmte Vorsichtsmassnahmen und Verhaltensregeln im Hinblick auf Bewegungen und Belastungen beachtet werden.

Häufig kommen bei der Hüftprothesen-Implantation resorbierbare Fäden zum Einsatz, die nicht entfernt werden müssen. Nach der ersten Kontrolle beim Chirurgen, die normalerweise nach 6 Wochen stattfindet, können die Gelenkbeweglichkeit und Belastung schrittweise gesteigert werden.

Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit nach einer Hüftprothesen-Operation variiert je nach körperlicher Belastung im Beruf zwischen 3 und 12 Wochen.

Im Anschluss an den stationären Aufenthalt wird eine ambulante physiotherapeutische Betreuung empfohlen. Ziel dieser Therapie ist es, eine schnelle Wiederherstellung der Hüftgelenkfunktion zu ermöglichen. Dabei stehen zunächst Beweglichkeit und Koordination im Fokus, bevor die Kraft verbessert wird. Die Übungsintensität wird kontinuierlich an die aktuelle Belastbarkeit und die individuellen Ziele des Patienten angepasst.

Die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten sollte in Rücksprache mit Arzt und Physiotherapeut erfolgen. Das Autofahren ist in der Regel nach 4 bis 6 Wochen wieder möglich, sobald keine Gehstützen mehr benötigt werden.

Patientenfälle am Trauma Zentrum Hirslanden

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